Im Februar fand das nunmehr 3. Treffen der Hebammenschulen und dem SHV e.V. im Büro der Koordinierungsstelle “Hebammen in Sachsen” statt. Mittlerweile hat sich dieses Treffen fest etabliert.

Das große Thema auch hier wieder die anstehende Akademisierung.

“Mit der Änderung der EU-Richtlinie 2005/36/EG durch die EU-Richtlinie 2013/55/EU muss auch Deutschland die Ausbildung der Hebammen vollständig an die Hochschulen überführen…. Die nun bis spätestens zum 18.1.2020 zu erwartende Verabschiedung der reformierten Berufsgesetze wird also nicht nur die lange erwartete Aktualisierung der Gesetze bringen, sondern den vollständigen Systemwechsel der Hebammenausbildung bedeuten.

Um für die Zukunft eine zeitgemäße Berufsausübung zu gewährleisten, haben der Deutsche Hebammenverband e. V. (DHV) und die Deutsche Gesellschaft für Hebammenwissenschaften (DGHWi) in einer Expertinnengruppe mit diesem Eckpunktepapier Kernpunkte für das neue Berufsgesetz erarbeitet. So enthält das Dokument Vorschläge für die Ausbildungsziele und vorbehaltene Tätigkeiten, die Gestaltung der Studiengänge sowie Vorschläge, wie die Finanzierung des Studiums in Zukunft gestaltet werden kann. Von großer Bedeutung für die Umsetzung der Reform wird die Gestaltung des Überganges sein, so dass auch hierzu die wesentlichen Ziele benannt werden. war und ist wieder die anstehende Akademisierung.“

Yvonne Bovermann, Mitglied des Präsidiums des DHV, Beirätin für den Bildungsbereich

Gemeinsam sind wir das Eckpunktepapier des DHV und der DGHWi zur Akademisierung des Hebammenberufes durchgegangen und haben Handlungsempfehlungen für Sachsen besprochen. Leider gibt es vonseiten der Landesregierung noch kein Statement, wie die Akademisierung in Sachsen geregelt werden kann.

Die Hebammenschulen berichten von großen Verunsicherungen, was die Bewerber anbelangt. In anderen Bundesländern gibt es bereits Hebammenstudiengänge an staatlichen Hochschulen. Die Sorge ist groß, dass Sachsen viele gute angehende Bewerberinnen verliert. Wir brauchen dringend Hebammen! Bereits jetzt gibt es in den Kreißsälen einen eklatanten Hebammenmangel. Stephanie Hahn-Schaffarczyk hat Zahlen vorgestellt, die belegen, dass bereits in 5 Jahren die Anzahl der Hebammen, die altersbedingt ausscheiden, rapide zunehmen wird. Wir brauchen dringend Nachwuchs und die Akademisierung auch hier in Sachsen!Wir bleiben dran! Das nächste Treffen ist im Sommer geplant.