Hebamme werden

Endlich ist es soweit, am 8.11.19 wurde im Bundesrat das Hebammenreformgesetz verabschiedet. Somit wird die Ausbildung des Hebammenberufes in die Akademisierung wechseln, d.h. das angehende Hebammen zukünftig an Hochschulen studieren werden. Im September 2020 ist an den Hebammenschulen Dresden und Leipzig noch einmal die altrechtliche Ausbildung gestartet, die auch bis zu Ende geführt wird.

Die hochschulische Ausbildung an der Medizinischen Fakultät Leipzig wird am 1.4.2021 starten und ist mit 25 bis 30 Studenten pro Jahrgang geplant.

Der Studienbeginn wird einmalig im nächsten Jahr zum Sommersemester erfolgen, um keine Lücke zwischen den letzten Absolventen der berufsfachschulischen Ausbildung und den ersten Absolventen des Studiengangs (Dauer 7 Semester) entstehen zu lassen. Ab dem Wintersemester 2021/22 wird der Studienbeginn regelmäßig zum Wintersemester erfolgen.  

Die Medizinische Fakultät Dresden möchte ebenfalls 2021 bzw. 2022 nachziehen.

Derzeit steht noch nicht fest, ob man sich in der Vertragspartnerklinik oder an der Fakultät bewirbt und welche Zugangsvorraussetzungen tatsächlich gebraucht werden.(Stand 1.10.20)

Sobald uns nähere Informationen vorliegen, werden wir auf dieser Seite darüber informieren.

Eine Ausbildung zur Hebamme ist ab 2021 in Sachsen nicht mehr möglich.

Die Anforderungen des Studiums sind ausführlich im Hebammenreformgesetz (HebRefG) bzw. in der Studien- und Prüfungsordnung für Hebammen (HebStPrV) geregelt, so dass die Möglichkeiten zur Ausgestaltung des dualen Studiums klar definiert sind. Die Kosten des berufspraktischen Teils werden über das krankenhausindividuelle Ausbildungsbudget nach den Vorgaben von § 17a des Krankenhausfinanzierungsgesetzes (KHG) finanziert. Die Kosten für den theoretischen Teil an den Hochschulen trägt das Land Sachsen. Das künftige Hebammenstudium wird abgeschlossen mit einer staatlich, hochschulischen Prüfung.

Auch erfahrenen Hebammen ist es möglich den akademischen Bachelorgrad nachträglich zu erwerben.

Eine automatische Anerkennung wird es nicht geben.

Die Vergabe des Bachelorgrades setzt ein nach europäischen Vorgaben akkreditiertes Bachelorstudium voraus, das sowohl grundständig, als auch berufsbegleitend möglich ist. Berufserfahrene Hebammen, die studieren möchten können zur Hälfte vorhandene Vorkenntnisse anrechnen lassen, müssen aber trotzdem die Prüfung an der Hochschule absolvieren, so wie die Studentinnen auch. Ob es einen verkürzten Studiengang zum nachträglichen Titelerwerb in Sachsen gegeben wird steht derzeit noch nicht endgültig fest.

Termine für Ausbildungsmessen
(Wir sind vor Ort)