Hebamme werden

Im November 2019 wurde im Bundesrat das Hebammenreformgesetz verabschiedet.

Somit wird die Ausbildung des Hebammenberufes in die Akademisierung wechseln, d.h. das angehende Hebammen zukünftig an Hochschulen studieren werden. Im September 2020 ist an den Hebammenschulen Dresden und Leipzig noch einmal die altrechtliche Ausbildung gestartet, die auch bis zu Ende geführt wird. Eine Ausbildung zur Hebamme ist danach in Sachsen nicht mehr möglich.

Studium Leipzig:

Die hochschulische Ausbildung an der Medizinischen Fakultät Leipzig wird im April 2021 starten und ist mit 25 bis 30 Studenten pro Jahrgang geplant.

Der Studienbeginn wird einmalig im nächsten Jahr zum Sommersemester erfolgen, um keine Lücke zwischen den letzten Absolventen der berufsfachschulischen Ausbildung und den ersten Absolventen des Studiengangs (Dauer 7 Semester) entstehen zu lassen. Ab dem Wintersemester 2021/22 wird der Studienbeginn regelmäßig zum Wintersemester erfolgen.  

Hier finden Sie nähere Informationen zu Zugangsvorraussetzungen, Bewerbungsfristen ect.https://www.uniklinikum-leipzig.de/Seiten/mf-bewerbung–hebammenkunde-bsc.aspx

Studium Dresden:

Die Medizinische Fakultät Dresden startet im Wintersemester 2021 mit dem Studiengang.https://tu-dresden.de/med/mf/studium/hebammenkunde

Die Zugangsvoraussetzungen und Bewerbungsverfahren sind an beiden Fakultäten unterschiedlich. Bitte informieren Sie sich über oben genannte Links.

Die Anforderungen des Studiums sind ausführlich im Hebammenreformgesetz (HebRefG) bzw. in der Studien- und Prüfungsordnung für Hebammen (HebStPrV) geregelt, so dass die Möglichkeiten zur Ausgestaltung des dualen Studiums klar definiert sind. Die Kosten des berufspraktischen Teils werden über das krankenhausindividuelle Ausbildungsbudget nach den Vorgaben von § 17a des Krankenhausfinanzierungsgesetzes (KHG) finanziert. Die Kosten für den theoretischen Teil an den Hochschulen trägt das Land Sachsen. Das künftige Hebammenstudium wird abgeschlossen mit einer staatlich, hochschulischen Prüfung.

Auch erfahrenen Hebammen ist es möglich den akademischen Bachelorgrad nachträglich zu erwerben.

Eine automatische Anerkennung wird es nicht geben.

Die Vergabe des Bachelorgrades setzt ein nach europäischen Vorgaben akkreditiertes Bachelorstudium voraus, das sowohl grundständig, als auch berufsbegleitend möglich ist. Berufserfahrene Hebammen, die studieren möchten können zur Hälfte vorhandene Vorkenntnisse anrechnen lassen, müssen aber trotzdem die Prüfung an der Hochschule absolvieren, so wie die Studentinnen auch. Ob es einen verkürzten Studiengang zum nachträglichen Titelerwerb in Sachsen gegeben wird steht derzeit noch nicht endgültig fest.

Termine für Ausbildungsmessen
(Wir sind vor Ort)